Zeitwertkonten Up to date: Arbeitszeitmodelle Im modernen Arbeitsleben sind so genannte "Zeitwertkonten" eine attraktive Möglichkeit, um einen Arbeitnehmer bei Nutzung verschiedener Arbeitszeitmodelle finanziell zu unterstützen. Innovative und vorsorgende Unternehmen bieten ihren Arbeitnehmern, beispielsweise zur Bindung von Fach- und Führungskräften, das Sparen auf Zeitwertkonten an. Das Zeitwertkonto ist dabei ein arbeitnehmerbezogenes Rücklagenkonto, auf welches in einem vereinbarten Turnus Sparbeiträge vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers abgeführt werden. Es fallen dabei keine Sozialversicherungsbeiträge und Steuern in der Sparphase an, in der späteren Entnahmephase sind die Auszahlungen des Wertguthabens hingegen steuerpflichtig. Das auf dem Zeitwertkonto angesparte Guthaben wird durch den Arbeitgeber in der Regel fondgebunden angelegt. Dies ermöglicht dem Arbeitnehmer im Rahmen der Wertentwicklung attraktive Renditechancen. Grundsätzlich können Arbeitnehmer das Wertguthaben natürlich als Altersrente oder zur finanziellen Unterstützung bei diversen Arbeitszeitmodellen verwenden.

Wenn ein Arbeitnehmer beispielsweise in Elternzeit geht, dann erhält er während dieser Zeit durch das Elterngeld nur einen Bruchteil seines vorherigen Nettoverdienstes. Um keine Abstriche beim persönlichen Lebensstandard machen zu müssen, kann das Guthaben eines zuvor angesparten Zeitwertkontos zur Ausgleichszahlung verwendet werden. Gleiches ist möglich, wenn ein langjährig beschäftigter Arbeitnehmer beispielsweise 30 Jahre lang Vollzeit gearbeitet hat und anschließend einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen möchte. Ein Zeitwertkonto kann auch hier dazu verwendet werden, dass Gehaltsniveau zu halten und stellt damit eine finanzielle Absicherung für den Arbeitnehmer dar. Hinsichtlich der Verwendung des Geldes sind Arbeitnehmer sehr flexibel, sodass auch verschiedene Vorruhestandsregelungen mit paralleler Auszahlung von Zeitwertguthaben mit dem Arbeitgeber vereinbart werden können.